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Antibiotika aus dem Dreck

  • 27/05/2015

Hoffnung auf neue Antibiotika: Der Schatz liegt im Dreck

Seit Jahrzehnten wurden keine neuen Antibiotikaklassen mehr entdeckt. Dafür gibt es mindestens zwei Gründe. Einerseits lässt sich mit Antibiotika-Medikamenten wenig Geld verdienen. Die Einsatzzeit beträgt oft nur ein paar Tage pro Patient. Der zweite Grund: Maximal ein Prozent der bekannten Bakterienarten lassen sich in der Petrischale kultivieren – eine wichtige Voraussetzung für die Entdeckung neuer Bakteriengifte. Der Schatz liegt buchstäblich im Staub oder Boden, dort wo Bakterien leben, aber die Mikrobiologen konnten ihn bislang nicht heben. Doch die Professoren Slava Epstein und Kim Lewis von der Northeastern University in Boston und sein Team haben in den letzten 15 Jahren an einer Lösung getüftelt.Mit der neuen Methode ist es ihnen gelungen, 25 potentielle neue Antibiotika zu finden. Eines davon, Teixobactin ist so vielversprechend, dass es bald schon klinisch getestet wird.

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